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 Geschichte des Vereins
 

"Eine Blasmusikkapelle im eigenen Wohnort Sulzbach gründen" - dies machten sich im Jahr 1920 drei Sulzbacher Musiker zur Aufgabe. Idealismus und Sinn für Gemeinschaft ließ das Vorhaben gelingen. Am 1. November 1920 konnte bereits die Einweihungsfeier der Kriegergedächtnistafel von der neu gegründeten Kapelle musikalisch umrahmt werden. Im Jahr 2010 feierte der Musikverein Sulzbach nun sein 90-jähriges Bestehen.

Im Jahr 1920 hatten es sich die drei  Musiker, Emil Weber, sein Bruder Fridolin Weber und Andreas Merz, zur Aufgabe gemacht, eine Blasmusikkapelle in Sulzbach zu gründen. Sie suchten Gleichgesinnte und legten Geld zusammen. Denn es mussten die ersten Instrumente angeschafft werden. Diese mussten teils noch von Grund auf erlernt werden. „Manche wussten beim Kauf noch nicht einmal, wie sie das Instrument halten sollten“, lautet es in der Chronik.

Der erste öffentliche Auftritt absolvierte die Kapelle mit insgesamt zehn Musikern unter dem Dirigat von Emil Weber. In dessen Haus fanden die ersten Proben statt. Die junge Kapelle steckte sich sogleich ein erstes Ziel: Die Musikalische Umrahmung des 30-jährigen Stiftungsfestes des Turnvereins Sulzbach.

Um den Leistungsstandard zu steigern nahm die Kapelle unter dem neuen Dirigenten, Josef Hertweck aus Kuppenheim, 1923 bis 1925, an verschiedenen Preisspielen teil. Im Jahr 1924 berichtet das Protokoll von der Gründerversammlung der „Musikkapelle Bernstein“ im Bürgersaal. Als 1. Vorstand fungierte der Bürgermeister Martin Bastian, 2. Vorstand war Fridolin Weber, zum Kassierer wurde Thomas Tschan gewählt und das Amt des Schriftführers übernahm Emil Weber. In den folgenden Jahren nahm die Zahl der Auftritte und der Veranstaltungen in der damaligen Gemeinde Sulzbach zu. Auch bei Preisspielen zeigte man das musikalische Können.

Not und Arbeitslosigkeit führte im Jahr 1933 zur Auflösung des Vereins. Laut den Aufzeichnungen wurde Ende Januar 1934 der letzte musikalische Auftritt durchgeführt. Nach Ende des Krieges fanden sich jedoch im Jahr 1948 wieder einige Männer zusammen, um eine Wiedergründung des Vereins durchzuführen. Am 25. Januar fand trotz großer Schwierigkeiten die Gründung statt. Ein Jahr später wurde Anton Fischer als 1. Vorstand und Anton Schnepf als sein Vertreter gewählt. Die Kapelle begann unter der Leitung von Georg Stiebitz, welcher von 1948 - 1956 als Dirigent fungierte, wieder örtliche Feste und Veranstaltungen zu umrahmen. 

Zum 30-jährigen Stiftungsfest Anfang Juli 1950 trat die Kapelle erstmalig geschlossen im dunklen Anzug, weißem Hemd und Schlips auf. Auch eine besondere Kopfbedeckung wurde getragen: Mit „Gogs“ zogen die Musiker die Blicke auf sich. Es folgten musikalische Höhepunkte, wie eine Aufnahme durch den Südwestfunk. Dann fand im Jahr 1960 die offizielle Vereinsgründung mit einer Namensänderung statt. Aus der „Musikkapelle Bernstein“ wurde der „Musikverein Sulzbach“.

Der Musikverein unterhielt fortan vielfältige Beziehungen zu anderen Vereinen, die Auftritte häuften sich. Im Jahr 1967 übernahm Dirigent Albert Weber den Taktstock von Werner Michel. Damit hatte seit vielen Jahren wieder ein Sulzbacher die Stabführung. Und mit seinem musikalischen Können prägte Albert Weber den Verein. Groß gefeiert wurden stets die Jubiläumsfeste. Beim Fest zum 50-jährigen Vereinsbestehen im Jahr 1970 stellten  die Sulzbacher Musiker ihre Uniform -  mit dem Wappenemblem einer Lyra und der Aufschrift Musikverein Sulzbach - vor. Einer der Höhepunkte des dreitägigen Festes: Die Trompetensoli von Walter Scholz begleitet von der Sulzbacher Kapelle. Der Kontakt zu dem Startrompeter kam über Dirigent Albert Weber zu Stande. Neben der musikalischen pflegten Sie beide auch eine private Freundschaft.



Bei vielen Wertungsspielen zeigte die Kapelle was musikalisch in Ihr steckte. Es wurden viel Preise und Auszeichnungen gewonnen. Zahlreiche Musikfeste im In- wie auch im nahen Ausland wurden von den Sulzbacher Musikern besucht. Neue Freundschaften wurden geschlossen. Im Jahr 1974 entstand eine Verbindung zur Musikkapelle Finsterwald in der Schweiz, die bis heute besteht. Auch eigene Feste wurden erfolgreich gefeiert.


Ein glanzvoller Galaabend prägte die dreitägige Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen des Vereins. Zwei Jahre später wurde das letzte große Zeltfest des Musikvereins veranstaltet. Aufgrund von hohen Kosten und großem Arbeitsaufwand wurden die Feiern auf den Platz vor dem Vereinsheim verlegt. Waren früher ausschließlich Männer im Musikverein aktiv, bereichern seit den 80er Jahren auch Musikerinnen die Kapelle. Wiederum ein Sulzbacher, nämlich Stefan Göhler, übernahm im Januar 2004 den Taktstock von Albert Weber.

 


Musikverein Gaggenau-Sulzbach e.V.  
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